Bußgeldkatalog, Stand: 06.11.2026

63 km/h zu schnell außerorts

Hier finden Sie die aktuellen Strafen für eine Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit um 63 km/h außerorts aus dem bundesweit gültigen Bußgeldkatalog 2026.

63 km/h außerhalb geschlossener Ortschaften zu schnell gefahren
Eine Blitzermessung von 63 km/h ist gerade bei mobilen Blitzern anfällig für Messfehler.

Die Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit um 63 km/h außerhalb geschlossener Ortschaften wird gemäß dem Bußgeldkatalog mit folgenden Maßnahmen geahndet:

MaßnahmeKosten (EUR)
Bußgeld (laut Bußgeldkatalog)600,00
Auslagen & Gebühren28,50
Gesamtkosten628,50
Punkte in Flensburg2 Punkte
Fahrverbot2 Monate Fahrverbot
Gesamtkosten bei Verdopplung (bei Vorsatz)1.228,50
mögliche Gesamtkosten bei Verdreifachung1.828,50

Bußgeldtabelle 2026 außerorts

* Ein Fahrverbot von 1 Monat droht, wenn innerhalb eines Jahres zweimal die Geschwindigkeit um 26 km/h oder mehr überschritten wird. Dazu kommen Gebühren und Auslagen von 28,50 €.
Zu schnell außerortsBußgeldPunkteFahrverbotEinspruch?
bis 10 km/h 20 € – – eher nicht
11–15 km/h 40 € – – eher nicht
16–20 km/h 60 € – – eher nicht
21–25 km/h 100 € 1 – Jetzt prüfen
26–30 km/h 150 € 1 1 Monat* Jetzt prüfen
31–40 km/h 200 € 1 1 Monat* Jetzt prüfen
41–50 km/h 320 € 2 1 Monat Jetzt prüfen
51–60 km/h 480 € 2 1 Monat Jetzt prüfen
61–70 km/h 600 € 2 2 Monate Jetzt prüfen
über 70 km/h 700 € 2 3 Monate Jetzt prüfen

Messung kostenlos prüfen lassen

63 km/h zu schnell außerhalb geschlossener Ortschaften:

Wenn Sie außerorts mit 63 km/h über der zulässigen Höchstgeschwindigkeit geblitzt wurden, müssen Sie laut aktuellem Bußgeldkatalog mit spürbaren Sanktionen rechnen. Seit der Reform vom 08.11.2021 wurde das Bußgeld für eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 63 km/h außerhalb geschlossener Ortschaften auf 600,00 EUR erhöht. Wird ein Bußgeldbescheid erlassen, kommen zusätzlich 28,50 EUR an Gebühren und Auslagen hinzu – es droht also insgesamt ein Betrag von mindestens 628,50 EUR.

Bei vorsätzlicher Geschwindigkeitsüberschreitung kann das Bußgeld sogar verdoppelt oder verdreifacht werden. In diesem Fall würden sich die Gesamtkosten inklusive Gebühren auf 1.228,50 EUR (bei Verdopplung) bzw. 1.828,50 EUR (bei Verdreifachung) belaufen.

Welche Rolle spielt die Höhe der Überschreitung von 63 km/h außerhalb geschlossener Ortschaften?

Die Sanktionen steigen mit dem Ausmaß der Geschwindigkeitsüberschreitung. Ab 21 km/h drohen Punkte in Flensburg, und ab 41 km/h zu schnell außerorts gar ein Fahrverbot. Bei 63 km/h zu schnell außerhalb geschlossener Ortschaften ist mit 2 Punkte in Flensburg und 2 Monate Fahrverbot zu rechnen.

Was gilt bei 63 km/h zu schnell in der Probezeit?

Eine Überschreitung von 63 km/h stellt in der Probezeit einen sogenannten A-Verstoß dar. Die Folgen:

  • Verlängerung der Probezeit von zwei auf vier Jahre
  • Verpflichtende Teilnahme an einem Aufbauseminar
  • Weitere Maßnahmen bei erneutem Verstoß (Verwarnung, Entziehung der Fahrerlaubnis)

Was droht bei 63 km/h zu schnell auf der Autobahn?

Auf Autobahnen gelten auch bei freier Strecke häufig begrenzte Höchstgeschwindigkeiten – etwa durch Verkehrsschilder, Baustellen oder bei Gefahrenlagen. Wer dort mit 63 km/h über dem erlaubten Limit geblitzt wird, muss mit denselben Konsequenzen rechnen wie auf Landstraßen.

Sonderfall: 63 km/h zu schnell in der Baustelle

In Baustellen gelten häufig stark reduzierte Tempolimits. Eine Überschreitung um 63 km/h wird hier besonders kritisch bewertet, da eine konkrete Gefährdung von Bauarbeitern bestehen kann. Das Risiko für erhöhte Bußgelder ist entsprechend höher.

Warum Sie bereits bei der Anhörung anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen sollten

Bereits vor Erlass des Bußgeldbescheids – nämlich bei der Anhörung im Bußgeldverfahren – sollten Sie eine rechtliche Prüfung in Betracht ziehen. Bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung von 63 km/h kann die anwaltliche Einschätzung entscheidend sein.

Laut VUT-Studie weisen 56 % aller Geschwindigkeitsmessungen Fehler auf. Häufige Probleme sind:

  • Keine Speicherung der Rohmessdaten durch den Blitzer
  • Veraltete oder ungeeichte Messgeräte
  • Messungenauigkeiten selbst bei modernen Lasermesssystemen
  • Fehlerhafte Auswertung oder Interpretation durch Messbeamte

Eine anwaltliche Prüfung der Anhörung oder des Bußgeldbescheids kann daher helfen, Bußgelder zu reduzieren oder Fahrverbote ganz zu vermeiden.

Was tun bei einem Bußgeldbescheid wegen 63 km/h zu schnell außerhalb geschlossener Ortschaften?

Sie sollten einen Bußgeldbescheid in der Regel nicht ungeprüft akzeptieren. Es bestehen vielfältige rechtliche und technische Angriffspunkte. Als Fachanwalt für Verkehrsrecht biete ich Ihnen eine fundierte Prüfung und Vertretung:

  • Einsicht in die Messakte
  • Analyse des Messprotokolls
  • Bewertung technischer Schwachstellen
  • Vertretung gegenüber Behörde oder Gericht

Ziel ist es stets, Bußgelder zu vermeiden oder zumindest zu reduzieren – besonders bei drohendem Fahrverbot.