Aktuelle Änderungen für Autofahrer: Diese Regeln sind seit 2026 neu
Für Autofahrer hat sich 2026 einiges geändert – allerdings nicht immer so, wie es zu Jahresbeginn angekündigt oder erwartet wurde. Neue Fristen beim Führerscheinumtausch, ein veränderter CO₂-Preis, eine höhere Pendlerpauschale und neue Förderungen für Ele
Inhaltsverzeichnis
- Führerscheinumtausch: Diese Frist gilt jetzt
- CO₂-Preis 2026: Kein fester Preis von 65 Euro
- Pendlerpauschale steigt auf 38 Cent
- Neue E-Auto-Förderung 2026
- E-Autos bleiben länger von der Kfz-Steuer befreit
- Welche TÜV-Plakette ist 2026 fällig?
- Gasprüfung bei Wohnmobil und Wohnwagen
- Euro 7 startet Ende 2026
- Digitaler EU-Führerschein: Noch nicht eingeführt
- Neue Typklassen in der Kfz-Versicherung
- Österreich: Vignette 2026
- Großbritannien: ETA bei der Einreise
- FAQ: Änderungen für Autofahrer 2026
Führerscheinumtausch: Diese Frist gilt jetzt
Beim verpflichtenden Führerscheinumtausch ist inzwischen das Ausstellungsjahr des Kartenführerscheins entscheidend. Für Führerscheine, die zwischen 1999 und 2001 ausgestellt wurden, endete die Umtauschfrist am 19. Januar 2026.
Wer einen Kartenführerschein aus den Jahren 2002 bis 2004 besitzt, ist als Nächstes an der Reihe. Diese Dokumente müssen spätestens bis zum 19. Januar 2027 umgetauscht werden.
| Ausstellungsjahr | Umtausch spätestens bis |
|---|---|
| 1999 bis 2001 | 19. Januar 2026 |
| 2002 bis 2004 | 19. Januar 2027 |
| 2005 bis 2007 | 19. Januar 2028 |
| 2008 | 19. Januar 2029 |
| 2009 | 19. Januar 2030 |
| 2010 | 19. Januar 2031 |
| 2011 | 19. Januar 2032 |
| 2012 bis 18. Januar 2013 | 19. Januar 2033 |
Eine wichtige Ausnahme gilt für Personen, die vor 1953 geboren wurden: Sie haben grundsätzlich bis zum 19. Januar 2033 Zeit.
Wer die Umtauschfrist für einen Pkw- oder Motorradführerschein verpasst, verliert dadurch nicht automatisch seine Fahrerlaubnis. Betroffen ist zunächst das Führerscheindokument. Bei einer Kontrolle kann allerdings ein Verwarngeld drohen und im Ausland kann ein abgelaufenes Dokument zusätzliche Probleme verursachen.
CO₂-Preis 2026: Kein fester Preis von 65 Euro
Beim nationalen CO₂-Preis hat 2026 eine neue Phase begonnen. Während für 2025 noch ein Festpreis von 55 Euro je Tonne CO₂ galt, wird der Preis 2026 erstmals über Versteigerungen ermittelt.
Dabei gilt ein gesetzlich vorgegebener Preiskorridor zwischen 55 und 65 Euro je Tonne CO₂. Die häufig zu lesende Aussage, der CO₂-Preis sei zum 1. Januar 2026 automatisch auf 65 Euro gestiegen, ist deshalb nicht korrekt.
Der CO₂-Preis wirkt sich auf fossile Kraftstoffe wie Benzin und Diesel aus. Wie stark sich dies tatsächlich an der Tankstelle bemerkbar macht, hängt jedoch nicht allein vom CO₂-Preis ab. Auch Rohölpreise, Wechselkurse, Steuern und Margen beeinflussen den Endpreis.
Pendlerpauschale steigt auf 38 Cent
Seit dem 1. Januar 2026 beträgt die Entfernungspauschale einheitlich 38 Cent ab dem ersten Kilometer.
Zuvor galt der höhere Satz erst ab dem 21. Entfernungskilometer. Besonders Arbeitnehmer mit kürzeren und mittleren Arbeitswegen können deshalb seit 2026 höhere Werbungskosten für den Weg zur ersten Tätigkeitsstätte geltend machen.
Die Entfernungspauschale ist dabei nicht auf Autofahrer beschränkt. Sie gilt grundsätzlich unabhängig davon, welches Verkehrsmittel für den Arbeitsweg genutzt wird.
Neue E-Auto-Förderung 2026
2026 gibt es in Deutschland wieder eine staatliche Förderung für den privaten Umstieg auf elektrifizierte Fahrzeuge. Je nach Fahrzeug, Einkommen und Familiensituation kann der Zuschuss bis zu 6.000 Euro betragen.
Gefördert werden nach den Vorgaben des Programms insbesondere der Kauf und das Leasing förderfähiger Neufahrzeuge. Die konkrete Höhe hängt von mehreren Voraussetzungen ab und fällt deshalb nicht für jeden Antragsteller gleich aus.
Wer ein Fahrzeug kaufen oder leasen möchte, sollte deshalb vor Vertragsabschluss beziehungsweise Antragstellung prüfen, ob Fahrzeug und persönliches Einkommen die jeweils geltenden Förderbedingungen erfüllen.
E-Autos bleiben länger von der Kfz-Steuer befreit
Zusätzlich zur neuen Kauf- und Leasingförderung wurde die Kfz-Steuerbefreiung für reine Elektrofahrzeuge verlängert.
Auch reine Elektroautos, die bis zum 31. Dezember 2030 erstmals zugelassen werden, können von der Steuerbefreiung profitieren. Die Befreiung läuft für ein einzelnes Fahrzeug grundsätzlich bis zu zehn Jahre, spätestens jedoch bis zum 31. Dezember 2035.
Für Plug-in-Hybride gilt diese Kfz-Steuerbefreiung für reine Elektrofahrzeuge nicht automatisch.
Welche TÜV-Plakette ist 2026 fällig?
Wer auf dem hinteren Kennzeichen eine blaue HU-Plakette hat, sollte 2026 den Monat der nächsten Hauptuntersuchung prüfen. Blau ist die Plakettenfarbe für Fahrzeuge, deren HU im Jahr 2026 fällig ist.
Die Zahl in der Mitte zeigt das Jahr, die nach oben stehende Zahl am äußeren Rand den Monat der nächsten Hauptuntersuchung.
Nach einer regulär bestandenen Hauptuntersuchung im Jahr 2026 ist bei einem Pkw üblicherweise die nächste Untersuchung 2028 fällig. Die entsprechende 2028er Plakette ist braun.
Gasprüfung bei Wohnmobil und Wohnwagen
Für Flüssiggasanlagen in bestimmten Freizeitfahrzeugen gelten inzwischen wieder eigenständige gesetzliche Prüfpflichten. § 60 StVZO schreibt für die erfassten Anlagen grundsätzlich eine wiederkehrende Prüfung vor.
Nach der erstmaligen Prüfung beziehungsweise einer Prüfung nach einer prüfpflichtigen Änderung muss die Flüssiggasanlage im Regelfall alle 24 Monate erneut geprüft werden.
Die gesetzliche Regelung gilt bereits seit dem 19. Juni 2025. 2026 handelt es sich deshalb nicht mehr um eine neue Einführung – für Halter von Wohnmobilen und Wohnwagen ist die laufende 24-Monats-Frist aber weiterhin wichtig.
Euro 7 startet Ende 2026
Bei den Abgasvorschriften steht Ende 2026 der nächste größere Schritt an: Ab dem 29. November 2026 greift die Abgasnorm Euro 7 zunächst für neu typgenehmigte Pkw.
Das bedeutet nicht, dass ab diesem Tag jedes neu zugelassene Auto bereits Euro 7 erfüllen muss. Die Einführung erfolgt stufenweise. Für sämtliche Neuzulassungen entsprechender Pkw wird Euro 7 erst später verbindlich.
Euro 7 betrachtet nicht nur klassische Abgasemissionen. Die Regelungen beziehen unter anderem zusätzliche Partikelemissionen sowie Anforderungen an die Dauerhaltbarkeit von Batterien elektrifizierter Fahrzeuge ein.
Seit Anfang 2026 gilt für neu zugelassene Pkw zunächst die weiterentwickelte Euro-6e-Stufe als Zwischenschritt.
Digitaler EU-Führerschein: Noch nicht eingeführt
Der digitale Führerschein kommt – aber 2026 ist er in Deutschland noch nicht der neue Standardführerschein.
Die neue EU-Führerscheinrichtlinie wurde bereits beschlossen. Sie schafft unter anderem die rechtliche Grundlage für einen EU-weit nutzbaren digitalen Führerschein und neue gemeinsame Regeln für Führerscheine und Fahrberechtigungen.
2026 werden dafür vor allem technische Vorgaben auf europäischer Ebene ausgearbeitet. Die Mitgliedstaaten müssen große Teile der Richtlinie erst bis 26. November 2028 in nationales Recht umsetzen und grundsätzlich ab 26. November 2029 anwenden.
Wer 2026 Auto fährt, benötigt deshalb weiterhin die nach den derzeit geltenden deutschen Regeln erforderlichen Führerscheindokumente.
Neue Typklassen in der Kfz-Versicherung
Auch 2026 gelten neue Typklasseneinstufungen für zahlreiche Fahrzeugmodelle. Nach der für das Versicherungsjahr 2026 veröffentlichten Statistik des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft wurden Millionen Fahrzeuge neu eingestuft.
Rund 5,9 Millionen Autofahrer erhielten in der Kfz-Haftpflicht eine höhere Typklasse, während sich die Einstufung für rund 4,5 Millionen verbesserte. Für die große Mehrheit blieb die Typklasse unverändert.
Wichtig: Die Typklassen des GDV sind für Versicherungsunternehmen nicht verbindlich. Außerdem hängt der tatsächliche Versicherungsbeitrag von vielen weiteren Faktoren wie Regionalklasse, Schadenfreiheitsklasse, Fahrleistung, Fahrerkreis und Tarif ab.
Österreich: Das kostet die Vignette 2026
Wer 2026 mit dem Auto nach Österreich fährt, muss für viele Autobahnen und Schnellstraßen weiterhin eine Vignette kaufen. Für Pkw gelten 2026 folgende Preise:
| Vignette | Preis für Pkw 2026 |
|---|---|
| 1 Tag | 9,60 Euro |
| 10 Tage | 12,80 Euro |
| 2 Monate | 32,00 Euro |
| Jahresvignette | 106,80 Euro |
Bei online gekauften digitalen Zwei-Monats- und Jahresvignetten sollten Privatkunden außerdem auf den Zeitpunkt achten, ab dem die Vignette tatsächlich gültig wird. Für kurzfristige Fahrten können Ein-Tages- und Zehn-Tages-Vignetten praktischer sein.
Großbritannien: ETA bei der Einreise
Wer 2026 nach Großbritannien reist, muss die elektronische Einreisegenehmigung ETA beachten. Dies betrifft auch viele Reisende aus EU-Staaten, die beispielsweise mit dem eigenen Auto per Fähre oder durch den Eurotunnel nach Großbritannien fahren.
Seit dem 25. Februar 2026 wird die digitale Reisegenehmigung für visumfreie Reisende verbindlich durchgesetzt. Eine ETA kostet derzeit 16 britische Pfund und ermöglicht mehrere Reisen.
Sie gilt grundsätzlich für zwei Jahre oder bis zum Ablauf des hinterlegten Reisepasses – je nachdem, welches Ereignis früher eintritt.
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Häufige Fragen zu den Änderungen für Autofahrer 2026
Welche Führerscheine müssen 2026 umgetauscht werden?
Für Kartenführerscheine aus den Ausstellungsjahren 1999 bis 2001 endete die Umtauschfrist am 19. Januar 2026. Aktuell sind Führerscheine aus den Jahren 2002 bis 2004 an der Reihe; deren Frist endet am 19. Januar 2027.
Liegt der CO₂-Preis 2026 bei 65 Euro?
Nicht zwingend. Für 2026 gilt ein Preiskorridor von 55 bis 65 Euro je Tonne CO₂. Anders als 2025 wird der Preis innerhalb dieses Rahmens über Versteigerungen ermittelt.
Welche Farbe hat die TÜV-Plakette für 2026?
Fahrzeuge, deren Hauptuntersuchung 2026 fällig ist, tragen eine blaue HU-Plakette. Der Monat lässt sich an der oben stehenden Zahl auf dem äußeren Rand der Plakette erkennen.
Gibt es 2026 wieder eine E-Auto-Förderung?
Ja. 2026 wurde ein neues Förderprogramm für Privatpersonen gestartet. Je nach Fahrzeug und persönlichen Voraussetzungen sind Zuschüsse von bis zu 6.000 Euro möglich.
Ist der digitale Führerschein 2026 schon Pflicht?
Nein. Die neue EU-Führerscheinrichtlinie sieht einen digitalen Führerschein vor, die umfassende nationale Umsetzung und Anwendung erfolgt jedoch erst in den kommenden Jahren. 2026 läuft vor allem die technische Vorbereitung.
Was ändert sich beim Führerscheinumtausch 2027?
Bis zum 19. Januar 2027 müssen grundsätzlich die alten Kartenführerscheine umgetauscht werden, die zwischen 2002 und 2004 ausgestellt wurden. Für vor 1953 Geborene gilt weiterhin die Sonderfrist bis 2033.
Quellen und Stand
Stand: 24. September 2026
- Bundesregierung – gesetzliche Neuregelungen 2026 und E-Auto-Förderung
- Bundesministerium der Finanzen – steuerliche Änderungen 2026
- Bundesportal – Fristen für den Führerscheinumtausch
- Umweltbundesamt / Deutsche Emissionshandelsstelle – nationaler CO₂-Preis 2026
- EUR-Lex – neue EU-Führerscheinrichtlinie und Euro-7-Verordnung
- Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft – Typklassen 2026
- ASFINAG – Vignettenpreise Österreich 2026
- UK Home Office – Electronic Travel Authorisation (ETA)
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Strafen aus dem Bußgeldkatalog 2026
Zu schnell gefahren
Abstand nicht eingehalten
Rote Ampel überfahren